"Schlachthof" heißt jetzt "Roter Turm"

Umbenennung der Gladbecker Haltestelle

Gladbeck - Die Haltestelle vor dem ehemaligen Schlachthof wurde umbenannt.
Nächster Halt „Roter Turm“. Richtig gehört: Ab Mittwoch halten die Busse mit den Nummern 252 und 258 an dieser Haltestelle an der Landstraße/Grabenstraße.

Der Haltepunkt ist allerdings keineswegs neu, es wurde nur der Name geändert. Jahrzehntelang stiegen Fahrgäste am „Schlachthof“ ein oder aus, und taten das auch noch, nachdem der Betrieb 1999 geschlossen wurde.

Doch jetzt, wo die GWP Roter Turm, eine Tochter der Volksbank-Immobilien, mit der Bebauung des Geländes ernst macht, passt der Name endgültig nicht mehr - und klingt ja auch nicht gut: Wer will schon am „Schlachthof“ wohnen, da hört sich Roter Turm viel schöner an.

Haltestelle "Schlachthof" heißt jetzt "Roter Turm"
Umbenennung der Haltestelle "Schlachthof" in "Roter Turm". Mit dabei waren Martin Batschkus vom Haltestellenservice, Peter Breßer-Barnebeck von der Stadt, Frank Purrnhagen (Volksbank Immobilien) sowie der Pressesprecher der Vestischen Norbert Konegen.

Schilder ausgetauscht

Der Bitte der Stadt nach einer Umbenennung kam die Vestische daher bereitwillig nach, tauschte die Schilder an der Haltestelle aus und fügte den neuen Namen den Angaben am Bus hinzu. Allzu oft geschieht so eine Umbenennung übrigens nicht. An zwei Beispiele in Gladbeck kann sich Norbert Konegen, Pressesprecher der Vestischen, erinnern: An der Frentroper Straße in Zweckel wurde aus „Solebad“ (das es ewig nicht mehr gab) vor rund zehn Jahren die Haltestelle „Maschinenhalle“. Und seit es an der Bülser Straße das Martin Luther Forum gibt, hält der Bus an einer Haltestelle dieses Namens.

Und womöglich noch in diesem Jahr werden sich die ersten Bewohner der beiden Jugendstil-Villen im Eingangsbereich zum ehemaligen Schlachthofgelände über die Haltestelle direkt vor ihrer Haustür freuen. Diese Bauvorhaben werden als erste in Angriff genommen. In die eine Villa (rechts) wird die wohl erste Alten-Wohngemeinschaft Gladbecks ziehen, verrät Frank Purrnhagen, GWP-Geschäftsführer konkrete Pläne. Die denkmalgeschützten Gebäude würden dem Denkmalschutz entsprechend saniert und für die Nutzzwecke umgebaut. In die rechte Villa wird im Erdgeschoss ein Weinhandel mit etwas Gastronomie einziehen, in den oberen Geschosse wird es Wohnungen geben.

Auch für das dahinter liegende Gelände, auf dem nach Abriss der alten Schlachthofhallen nur noch der denkmalgeschützte Turm steht, sind die Pläne bereits in Vorbereitung. Wie berichtet, sind in dem Bauvorhaben „Karree am Roten Turm“ vier Mehrfamilienhäuser mit je fünf Eigentumswohnungen geplant, außerdem weitere Gebäude mit Mietwohnungen. „Das Bebauungsplan-Verfahren wurde eingeleitet", berichtet Wirtschaftsförderer Peter Breßer-Barnebeck. Im Sommer könnte es grünes Licht für den Baustart geben.

Quelle: www.derwesten.de