Portale zur Arbeitgeberbewertung

Wie Sie Kununu & Co. für Ihr Unternehmen richtig nutzen

Fachkräftemangel, demografischer Wandel und Technisierung ..., die Zeiten, in denen Arbeitgebern die Jobs aus den Händen gerissen wurden, gehören der Vergangenheit an. Arbeitgeber müssen ihre freien Stellen heute regelrecht verkaufen. Die bloße Information über eine Vakanz lockt keine Bewerber mehr an. Die expliziten Vorteile eines Jobs sind gefragt und auch die Arbeitgeber selbst werden unter die Lupe genommen.
Immer mehr Bewerber informieren sich im Netz über potenzielle Arbeitgeber. Laut einer Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom tut das jeder vierte Internetnutzer in Deutschland. Plattformen wie Kununu, Jobvoting, Companize oder Glassdoor lassen Arbeitgeber beurteilen. Diese Portale helfen aber nicht nur Bewerbern, auch Arbeitgeber können sie für ihr Employer-Branding nutzen.

Arbeitgeberbewertungen im Internet

Wie funktionieren diese Portale?

Seit 2007 gibt es die Online-Arbeitgeberbewertung als eigenständiges Angebot auch im deutschsprachigen Raum. Kununu.com ist die bekannteste Plattform. Nutzer können hier anonym Arbeitgeber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bewerten. Eigenen Angaben zufolge liegen derzeit auf der Website 1.585.000 Bewertungen zu 312.000 Unternehmen. Das Gros davon stammt aus Deutschland.
Die Firmen werden in 13 Kategorien wie "Arbeitsatmosphäre", "Vorgesetztenverhalten", "Kollegenzusammenhalt", "Umwelt-/Sozialbewusstsein", „Umgang mit Kollegen 45+“ oder „Gehalt / Sozialleistungen“ bewertet . Die Skala reicht von einem bis zu maximal fünf Punkten. Unter „Benefits für Mitarbeiter“ können 19 Wohltaten angekreuzt werden: von „Flexibler Arbeitszeit“ bis “Hunde geduldet“.


Für Employer-Branding nutzen

Kununu gehört zu den größten und am schnellsten wachsenden Plattformen für Arbeitgeberbewertung im deutschsprachigen Raum – und ist damit auch ein wichtiges Portal für Unternehmen, die ihr Image als Arbeitgeber pflegen wollen. Gegen eine monatliche Gebühr, die von der Größe des Unternehmens abhängt, können bewertete Firmen ihr „Employer-Branding-Profil“ gestalten und offene Stellen ausschreiben. Wichtiger aber noch als ein eigenes Profil einzustellen ist es, immer einen Blick darauf zu haben, was in den Bewertungsportalen über das eigene Unternehmen geschrieben wird. Liefern Ihnen diese Kommentare doch wertvolle Hinweise auf potenzielle Schwachstellen in Ihrem Unternehmen.


Wie mit Kritik umgehen?

Kritik und negative Kommentare sind unangenehm für jeden Arbeitgeber, vor allem dann, wenn Sie dringend nach Fachkräften suchen. Doch Arbeitgeberbewertungsportale sind keine „Einbahnstraßen“. Auch Sie haben die Möglichkeit, sich zu äußern: z.B. über ein Stellungnahme-Account. Reagieren Sie auf kritische Stellungnahmen in jedem Fall ruhig und besonnen. Und bedanken Sie sich für kritische Hinweise.
Nicht zu empfehlen ist es, selbst positive Urteile einzustellen, um so das Bild des eigenen Unternehmens zu „schönen“. Es ist aufwendig, weil jeder Benutzer jedes Unternehmen nur einmal bewerten darf, und ganz abgesehen davon nicht erlaubt. Auch werden negative Bewertungen und Kommentare nach ihrer Veröffentlichung auf Drängen des betroffenen Unternehmens nicht zurückgezogen, es sei denn, sie verletzen Persönlichkeitsrechte oder sind sonst in irgendeiner Form diffamierend. Drohen Sie auf keinen Fall mit juristischen Konsequenzen. Denn indirekt bestätigen Sie damit, dass Sie den Vorwürfen nichts anderes entgegen zu setzen haben.


Das beste Gegenmittel ist ein authentisches Bild

Fördern Sie besser eine rundum gute Firmenkultur – mit zufriedenen Mitarbeitern. Und motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zu Bewertungen. Je mehr Erfahrungsberichte über Ihr Unternehmen zu lesen sind, desto authentischer ist das Bild für interessierte Bewerber.