Volksbank Ruhr Mitte schließt Geschäftsjahr 2014 zufriedenstellend ab

Volksbank rät Anlegern zum Umlenken bei der Vermögensanlage

Gelsenkirchen, 04.05.2015 - Die Volksbank Ruhr Mitte ist mit dem Geschäftsjahr 2014 zufrieden. 4,24 Mio. Euro Jahresüberschuss nach Steuern und ein Bilanzgewinn in Höhe von 2,94 Mio. Euro zeigen, dass die Kunden – obwohl aggressiv von Direktbanken umworben – der Marke Volksbank Ruhr Mitte vertrauen, was auch ein Kundenzuwachs in 2014 belegt.

Die Vorstandsmitglieder der Volksbank Ruhr Mitte Dieter Blanck und Dr. Peter Bottermann machen ihre  Zufriedenheit mit dem Ergebnis aber nicht allein an Zahlen fest: „Erfolg bedeutet für uns vor allem, dass wir in der Region etwas bewirken. Ob wir nun unser Filialnetz serviceorientiert neu ausrichten, unsere Mitglieder fördern, in die Bildung junger Leute investieren oder unseren Kunden ein zuverlässiger Partner sind.“

Angesichts der verbesserten Konjunktur im Euroraum fordern die Banker, dass die Europäische Zentralbank (EZB) das Experiment des Negativzinses endlich beendet. Die konjunkturelle Erholung stehe auf breiter Basis und die Deflationsängste seien verflogen, daher sei es an der Zeit für eine Neuausrichtung, so die Vorstände.

Die Niedrigzins- und ultralockere Geldpolitik der EZB schwächt die private Altersvorsorge der Bürger empfindlich und sorgt für einen weiteren Anstieg der Versorgungslücken. Sie ist für alle Wirtschaftsteilnehmer zu einer echten Herausforderung geworden.

Jahresabschluss 2014

Am Montag dieser Woche votierten die Vertreterinnen und Vertreter der Genossenschaftsbank in der Mathias-Jakos-Stadthalle in Gladbeck einstimmig für den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 2,94 Millionen Euro. Damit erhalten die rd. 50.000 Mitglieder (darunter 761 neue Bankteilhaber) eine Dividende von 3,0 % auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Alles in allem beläuft sich der ausgewiesene Jahresüberschuss auf 4,24 Millionen Euro. Die Volksbank baut somit ihre Eigenkapitalbasis weiter aus und stärkt hiermit auch ihre Möglichkeiten und Chancen im Kreditgeschäft im Hinblick auf die künftigen Erfordernisse nach Basel III.

Während die Bilanzsumme mit 1,94 Milliarden das Vorjahresniveau erreichte, stieg das Gesamtkunden-wertvolumen um fast zwei Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen sind um 3,8 Prozent auf 1,50 Milliarden gestiegen. Im Kundenkreditgeschäft summierten sich die Kundenforderungen auf knapp 1,18 Milliarden. Das Jahr 2014 war von einer hohen Tilgungsquote und einem verhaltenen Neugeschäft geprägt. Die Nettokreditsumme der neu zugesagten Darlehn betrug im Geschäftsjahr rd. 168 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden private Konsumentenkredite in Höhe von rd. 45 Mio. Euro, im Verbund mit der TeamBank AG, vermittelt.

Mit Investitionen hielten sich die Unternehmen der Geschäftsregion der Bank – wie im Übrigen auch deutschlandweit – im laufenden Konjunkturaufschwung zurück. Wenn investiert wurde, dann häufig auch eigenfinanziert, dies vor dem Hintergrund einer guten Liquiditätslage in den Unternehmen. Für den leichten Anstieg im Bereich der Investitionsdarlehen waren dann auch weniger die niedrigen Zinsen als vielmehr das wirtschaftliche Umfeld, die Auftragssituation sowie das persönliche Engagement der Bankvertreter in zahlreichen Verbänden und Gremien zur Förderung der Wirtschaft der Region ausschlaggebend. Auf dieses Engagement führt die Bank auch die erfreulich stabile Entwicklung (auf Vorjahresniveau) bei den Existenzgründungen und in der Neukundengewinnung zurück.

Die Kundeneinlagen stiegen um 3,8 % auf 1,5 Milliarden Euro, die vermittelten Einlagen bei Verbund-unterunternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe Bausparkasse Schwäbisch Hall sowie R+V Versicherung stiegen auf 180,3 Millionen Euro. Das Volumen der  Wertpapier- und Fondsdepots betrug am Jahresende 586,4 Millionen Euro.

Aktuell seien aber nur knapp 20 Prozent der angelegten Gelder wachstumsorientiert angelegt. Die weitaus höheren Einlagenvolumina dümpeln in geldmarktnahen Produktbereichen mit minimalen Zinserträgen. Doch nach Ansicht der Banker sei ein Vermögenszuwachs jedoch nicht ohne Aktien möglich. Die Volksbank versucht daher die hohe Zahl der Kunden, die ihre Gelder in klassischen Zinsanlagen geparkt haben, verstärkt davon zu überzeugen, alternative Anlagemöglichkeiten zu nutzen.

Das Rezept für eine erfolgreiche Anlage bestehe darin, das Geld – und damit auch die Chancen und Risiken – auf verschiedene Wertpapiere und über die Zeit zu verteilen. Mit einer Auswahl an Aktien, Misch- oder Multi-Asset-Fonds, die mehrere Anlageklassen vereinen, lassen sich heute Depots zusammenstellen, die gut auf die Bedürfnisse der Kunden zusammengeschnitten sind und höhere Renditen erbringen.

Im Bereich der bedarfsgerechten Vermögensanlage setzt die Volksbank Ruhr Mitte auch auf einen Ausbau des Geschäftsfeldes Private Banking. Hier will die Bank in 2015 den Beratungsansatz um Produkte wie Vermögens-verwaltung, Nachfolgeplanung oder Stiftungsmanagement sukzessive erweitern. „In der Betreuung hoher Vermögensbestände liegt für unsere Bank ein enormes Wachstumspotenzial, “davon ist der Vorstand überzeugt. Darüber hinaus arbeitet die Volksbank im Jahre 2015 an einem kundenorientierten Ausbau des Baufinanzierungs- und Direktbankangebotes sowie an besonderen Angeboten wie das exklusive Fanbanking für alle Fans des FC Schalke 04. Dieses wird bereits von über 20.000 Kunden der Volksbank Ruhr Mitte genutzt (SparCard- und Girokonto mit Bank- und KreditCard).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2014 beschäftigte die Volksbank Ruhr Mitte 425 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon befanden sich 44 (drei mehr als im Vorjahr) in der Ausbildung.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat setzt die Volksbank auf personelle Kontinuität in ihrem Kontrollgremium. Die Herren Joachim Banker und Klaus Brachtendorf wurden für drei weitere Jahre im Amt bestätigt. Für Hugo Schmitz (Erreichen der Altersgrenze) wurde Wernher Schwartz neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Die Förderbilanz

Die „Förderbilanz“ – sprich das Engagement der Volksbank Ruhr Mitte für Kultur, Bildung, Sport und Soziales in der Region – ist für die Bank schwer in ihrem Wert zu bemessen. In Zahlen ausgedrückt waren es in 2014 rund ein halbe Million Euro aus Eigenmitteln und 408.000 Euro aus Gewinnspar-Reinerträgen, mit denen die Bank sich für den Standort „Ruhr Mitte“ engagiert hat. Sie förderte 150 größere kulturelle und sportliche Veranstaltungen, an denen rund 150.000 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Ein wesentlicher Teil des Förderetats floss in die Unterstützung verschiedenster Bildungseinrichtungen. Mit ihrem Engagement erreichte die Volksbank damit über 11.000 Kinder und Jugendliche.

Ungeachtet der schwierigen Rahmenbedingungen (weiterhin niedrige Zinsen und Konkurrenz der Direktbanken) hat die Volksbank sich für das laufende wie das kommende Jahr wieder anspruchsvolle operative Ziele gesteckt. Das Geschäft im ersten Quartal stimmt die Bank zuversichtlich, diese Ziele auch zu erreichen.

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