Vergabe eines regionalen Nachhaltigkeitspreises KLIMAHELD*IN.

Volksbank Ruhr Mitte baut ihr Nachhaltigkeitsmanagement aus.

Für die Genossenschaftsbank Volksbank Ruhr Mitte eG ist nachhaltiges Handeln seit der Gründung im Jahre 1884 ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur. Nun stellte das Kreditinstitut die Weichen für die Zukunft und be-schloss, dass zukünftig bei allen geschäftlichen Entscheidun-gen Nachhaltigkeitskriterien zu berücksichtigen sind.

„Wir nehmen die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, den Klimawandel und die Digitalisierung an und richten unseren Geschäftsbetrieb noch nachhaltiger aus, “ so Dr. Peter Bottermann. „Hierbei orientieren wir uns an den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN). Bürger, Unternehmen, Vereine und Verbände sowie staatliche Einrichtungen sind gefordert, sich auf den Weg zu machen, um unseren Nachfahren eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Dieses Ziel können wir nur durch gemeinsame Anstrengungen erreichen. Wir wollen hierzu, durch eine noch konsequentere Vorgehensweise in unserem Unternehmen, unseren Beitrag leisten.“

Das von den Führungskräften ausgearbeitete Nachhaltigkeits-Leitbild der Bank, wurde einstimmig beschlossen und heute veröffentlicht. Ein über 30-köpfiges Team hat bereits konkrete Maßnahmenpläne erarbeitet, die auf die Umsetzung von sechs ausgewählten Zukunftsthemen positiv einzahlen:
 

  •       Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  •       Klima- und Umweltschutz
  •       Industrie, Innovation und digitale Transformation
  •       Nachhaltige Stadt- und Wohnkultur
  •       Gesundheit und Wohlergehen
  •       Bildung und Lebensperspektive

 

Nachhaltigkeitskriterien für Wertpapieranlagen der Bank

Die eigenen Wertpapieranlagen der Bank wurden in einem ersten Schritt anhand von ESG-Kriterien (Environment + Social + Governance) und weiterer Qualitätsfaktoren für nachhaltige Geldanlagen bewertet. Nun wird damit begonnen, das Portfolio anhand konkreter Nachhaltigkeitsziele neu auszurichten und die Umsetzung durch ein neu entwickeltes Reporting zu überwachen.

So werden anhand Anlagen in Unternehmen anhand eines Nachhaltigkeitsfilters ausgeschlossen, die z.B. Menschenrechtsverletzungen zulassen oder kontroverse Waffen produzieren. Es werden im Zielbild nur Investitionen in Unternehmen getätigt, die ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung gerecht werden.

 

Hohe Kundennachfrage nach nachhaltigen Geldanlagen

Auch bei der privaten und betrieblichen Geldanlage rückt das Thema Nachhaltigkeit immer mehr in den Mittelpunkt. Gemäß einer aktuellen Online-Befragung der Volksbank interessiert sich zwei Drittel der Kunden für nachhaltige Geldanlagen. Dieser wachsende Bedarf wird über ein umfangreiches Produktangebot abgedeckt. Auch Kleinstsparer haben die Möglichkeit entsprechend zu investieren. Die Union Investment ist beispielsweise die Fondsgesellschaft in Deutschland mit dem größten unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten verwalteten Vermögen.

Manche Ökonomen empfehlen einen frühzeitigen Ausstieg aus Anlagen in kohlenstoffbasierte Industrien, da diese in der Zukunft erhöhten Risiken unterliegen und den Anlegern mittelfristig hohe Verluste drohen. “ so Ingo Abrahams weiter. „Nachhaltige Geldanlagen investieren hingegen in Zukunftsindustrien und bieten auch langfristig stabile Ertragschancen.“ In den Anlagegesprächen in der Bank wird daher die Nachhaltigkeitspräferenz des Anlegers erfragt und entsprechend berücksichtigt.

 

Nachhaltig Finanzieren

Auch im Kreditgeschäft werden zukünftig Nachhaltigkeitsthemen eine stärkere Rolle spielen als heute. Aufgrund der politischen Willensbildung (z.B. EU-Green-Deal) sind Unternehmen zukünftig immer stärker gehalten, ihre Emissionen und den Ressourcenverbrauch effizienter zu gestalten. Die Volksbank Ruhr Mitte will ihre Firmenkunden in diesem Transformationsprozess begleiten und aktiv unterstützen.

Klimaheld

Klimawandel: Chancen für die Region

Die Bankvorstände Abrahams und Bottermann sehen in den Herausforderungen, die mit einem nachhaltigen Umbau der Industrie und des öffentlichen und privaten Sektors verbunden sind, große Wachstumschancen für die Unternehmen in der Region. Dies gilt insbesondere auch für das Handwerk.

„Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Wallboxen und Elektrofahrzeugen wird durch politische Entscheidungen, den Anstieg der Energiepreise und der CO²-Besteuerung sowie dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Bürger weiter stark ansteigen.“ so Bottermann. „Weitere Wachstumstreiber sind Investitionen in die Wärmedämmung von Gebäuden, der Umstieg auf die Wasserstofftechnologie und Öko-Profit-Projekte. Auch der öffentliche Sektor hat im Bereich der Erzeugung und Nutzung von erneuerbaren Energien einen erheblichen Nachholbedarf.“

„Wir werden, uns über die reine Bereitstellung von Finanzierungsmitteln hinaus, als aktiver Projektpartner für viele Maßnahmen, die zur Erreichung des 1,5-Grad-Zieles des Pariser Klimaabkommens beitragen, einbringen.“ so Bottermann weiter. „Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit bauen wir unser Klimaengagement deutlich aus und fördern zusätzlich ökologische und nachhaltige Projekte, wie zuletzt auch im Biomassepark Hugo. Diesbezüglich haben wir für 2022 schon einige größere Maßnahmen und Überraschungen geplant, u.a. die Vergabe des regionalen Nachhaltigkeitspreises.

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Der Weg in die Klimaneutralität

Auch die Volksbank Ruhr Mitte will möglichst schnell „klimaneutral“ werden. Ein konkretes Zieldatum soll nach der Erstellung einer CO²-Bilanz und einer ersten Maßnahmenplanung (Gebäude- und Umweltmanagement, Ressourcenmanagement, Erneuerbare Energien, Fahrzeugpark, Jobrad, Lade-Infrastruktur, etc.) festgelegt und kommuniziert werden.

 

„Theoretisch wäre es möglich, die CO²-Emisionen des Bankbetriebes durch Kompensationszahlungen auszugleichen, wie dies z. B. bei unserem CO²-freien Postversand, bereits erfolgt.“ so Bottermann. Wir legen aber Wert darauf, durch konkrete Maßnahmen, wie z. B. zur Energieeinsparung oder der Produktion erneuerbarer Energien, einen direkten Beitrag zu leisten.“

 

Die Volksbank wird zukünftig regelmäßig über Ihre Homepage, die sozialen Medien sowie in Form eines Nachhaltigkeitsberichtes, der 2022 erstmalig erscheint, transparent über die Umsetzungsschritte berichten.

 

„Als Unternehmen“, so Bottermann, „stehen wir vor den gleichen Herausforderungen wie alle Privatpersonen, Firmen und öffentlichen Einrichtungen. Wir können nicht ad hoc alles verändern und nachhaltig gestalten. Wichtig ist aber, dass wir uns noch konsequenter als bisher auf den Weg machen und Ziele gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Kunden schneller erreichen.“