Lieferservice für Menschen ohne Mobilität erweitert Angebot der Tafel

Starterprojekt im Wettbewerb „WestfalenBeweger“

(v.l.) Jörg Lott, Leiter Privatkunden der Volksbank Ruhr Mitte, beglückwünscht Manfred Baasner, Vorsitzender des Wattenscheider Tafel e.V., zusammen mit Dr. Karl-Heinrich Sümmermann, Vorstandsvorsitzender der ausrichtenden Stiftung Westfalen-Initiative und Daniel Giera, Finanzcenter-Leiter Wattenscheid, zur Auszeichnung „WestfalenBeweger“ für das Projekt der Wattenscheider Tafel „Organisation und Durchführung der dauerhaften Lebensmittelauslieferung an Bedürftige“.

Bochum-Wattenscheid/Münster, 16. August 2018 - Die Zentrale an der Laubenstraße und 36 Lebensmittelausgabestellen im Stadtgebiet Bochum, ein soziales Warenhaus mit Möbeln und Gebrauchsgegenständen, ein Integrationszentrum - das Leben, Arbeiten und Lernen kombiniert – Die Wattenscheider Tafel ist einzigartig und eine der größten in Deutschland. In Spitzenzeiten werden 15.000 Menschen wöchentlich mit bis zu 40 Tonnen Lebensmittel versorgt. „Aber es gibt viele Senioren oder Menschen, die ebenfalls bedürftig sind, aber aufgrund körperlicher oder geistiger Behinderung nicht zu uns kommen können. Für sie wollen wir eine dauerhafte Lebensmittelauslieferung organisieren“, benennt Tafel-Gründer und -Leiter Manfred Baasner eine neue Aufgabe, die er und die mehr als 150 ehrenamtliche Helfer sich vorgenommen haben. Damit sind sie eines von zehn Starterprojekten des Ehrenamtwettbewerbs WestfalenBeweger 2018/19. „Dies ist nachhaltiger Einsatz ganz dicht an armen und hilfsbedürftigen Menschen“, begründet Dr. Karl-Heinrich Sümmermann, Vorstandsvorsitzender der ausrichtenden Stiftung Westfalen-Initiative die Entscheidung der Jury, die das Vorhaben aus gut 60 Bewerbungen ausgewählt hat.

„Der Bedarf ist sicher groß und reicht von Senioren mit Mini-Rente bis zu Menschen mit sehr geringem Einkommen, die in der Mobilität stark eingeschränkt sind“, betont auch Jörg Lott, Bereichsleiter Privatkunden der Volksbank Ruhr Mitte eG. Mit dem neuen Vorhaben übernehmen die Ehrenamtler eine enorm wichtige gesellschaftliche Verantwortung in ihrem direkten Lebensumfeld“, ergänzt sein Kollege Daniel Giera, Leiter des Finanzcenters Wattenscheid. Er erläutert damit zugleich, warum das Geldinstitut sofort bereit war, das Projekt ebenfalls finanziell zu fördern.

Ein Kühlfahrzeug ist inzwischen angeschafft und damit die Startvoraussetzung geschaffen. So erfüllt die Wattenscheider Tafel auf jeden Fall exemplarisch den neuen Modus des Wettbewerbs „WestfalenBeweger“, der nun zum sechsten Mal ausgetragen wird. Während es in der Vergangenheit Förderpreise für erstklassige, bereits praxiserprobte Projekte gab, werden nun im Sinne eines „Qualifizierungsstipendiums“ zehn tolle neue Ideen auf den Weg gebracht und mit einem Startgeld von jeweils 2.000 Euro ins Wettbewerbsjahr geschickt. Es geht also zunächst um Konzepte, mit denen Vereine, Verbände und Initiativen ihr bürgerschaftliches Engagement weiterentwickeln möchten. Die Westfalen-Initiative begleitet und unterstützt die ausgewählten Bewerber bei der Umsetzung ihrer neuen Ideen. Für die Realisierung des Konzeptes ist ein knappes Jahr Zeit. Dann vergibt die Jury in einer zweiten Wettbewerbsstufe weitere 15.000 Euro an die Preisträger, die während einer Feier ausgezeichnet werden.

Der Wettbewerb würdigt damit weiterhin beispielhafte ehrenamtliche Projekte. Er richtet sich dazu an Gruppen in Westfalen, die in nachahmenswerter Weise die Gestaltung der Zukunft selbst in die Hand nehmen und nicht allein auf staatliche oder bereits institutionalisierte Hilfe bauen. Die Tätigkeit kann alle Bereiche umfassen, von der Flüchtlingshilfe, dem Einsatz für Menschen mit Handicaps bis zu Kultur, Sport und Denkmalpflege. Im Unterschied zu anderen Wettbewerben fördert „WestfalenBeweger“ nicht nur gute Ideen und Projekte, sondern stärkt die Strukturen der Initiativen: Die Bewerber können an Workshops und Vernetzungstreffen zum Beispiel zu den Themen Fundraising sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit teilnehmen. Die Engagierten werden durch kollegiale Beratung vernetzt und auf Augenhöhe beraten durch erfahrene Vereine und Initiativen. Seit 2013 wurde bürgerschaftliches Engagement in 57 Projekten mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 280.000 Euro ausgezeichnet. Die Westfalen-Initiative und ihre Partner honorieren und unterstützen damit ganz maßgeblich den ehrenamtlichen Einsatz von Bürgern in der Region.

Westfalen-Initiative:

Die Westfalen-Initiative will die westfälische Identität schärfen und das bürgerschaftliche Engagement in Westfalen stärken. Sie setzt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Westfalens Impulse für die Region, damit diese sich im Wettbewerb der Regionen behauptet und ihre in Geschichte und Tradition entwickelten Stärken voll entfaltet. Die Aktivitäten der Westfalen-Initiative sind vielfältig. Sie reichen von kulturellen Projekten über die Stärkung der Stadt- und Regionalentwicklung bis zu Innovationsprojekten. Die Westfalen-Initiative im Internet: www.westfalen-initiative.de

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